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Bei einem Kachelofen handelt es sich um einen Holzofen, der mit Kacheln verkleidet ist. Die Kacheln dienen der Speicherung der Wärme und geben diese gleichmäßig an die Umgebung ab.

 

Geschichte
Aus dem 14. Jahrhundert existieren gesicherte Quellen über Kachelöfen. Seit dieser Zeit hat sich das Handwerk weiterentwickelt. Vornehmlich in den nördlichen Ostalpen, dem Bodenseeraum und entlang der Donau war der Kachelofen als Wärmequelle geschätzt und verbreitete sich über Budapest auch weiter östlich. Funde weisen darauf hin, dass der Kachelofen anfänglich wohl dem Adel und den Patriziern vorbehalten war.

Heizen mit Tradition
Die Wärmegewinnung mit dem Kachelofen ist die älteste Art der Heizung. Neben dem traditionellen Kachelofen, der zu großen Teilen aus Ofenkacheln gefertigt wird, gibt es weitere Heizsysteme. Man unterscheidet in zwei Ofenarten, Grundkachelöfen und Warmluftkachelöfen, beide ortsfest gebaut. Außerdem gibt es noch eine Mischung aus beiden (Heizeinsatz mit gemauerten Zügen), den sogenannten Kombiofen. Die Größe und Bauart eines Ofens ist individuell, sie wird vom Wärmebedarf, dem Wärmeempfinden und den Vorstellungen der Eigentümer bestimmt.

Umweltschonend heizen
Mit Holz, dem ältesten natürlichen Brennstoff, wird der Kachelofen umweltschonend befeuert. Dieser nachwachsende Rohstoff setzt bei seiner Verbrennung soviel CO2 frei, wie der Baum zuvor beim Wachstum durch die Photosynthese gebunden hat.

Gesunde Wärme
Die Wärme, die ein Kachelofen verbreitet, ist für den Menschen sehr angenehm. So gibt ein Kachelofen, ähnlich wie die Sonne, einen Großteil seiner Wärme als Strahlungswärme an seine Umgebung ab. Die Strahlungswärme hat den Vorteil, dass Sie nicht die Luft, sondern feste Körper erwärmt, das ist besonders für Allergiker wichtig.

Grundformen
Grundkachelofen
Sein Name erklärt die Bauweise: Er wird von Grund auf aus keramischem Material gebaut. Dadurch entstehen keramische Speicher, die die Wärme aus dem Feuerraum und den Heizgaszügen durch den gesamten Ofenkörper leiten und so optimal ausnutzen. Im Inneren des Grundkachelofens steckt ein modernes Heizsystem, das nach der Aufheizzeit die gespeicherte Wärme über Stunden abgibt. Als Dauerheizung kann der Grundkachelofen an der Wand oder auch frei im Raum stehen. Wenn mehrere Zimmer beheizt werden sollen, wird er durch die Wand gebaut.

Warmluftkachelofen
Dieser Kachelofentyp entnimmt Luft aus dem Wohnraum oder aus dem Freien, erwärmt sie im Ofeninneren und gibt sie gezielt über Luftöffnungen wieder ab. Er heizt problemlos mehrere Räume direkt oder ganze Etagen mittels Warmluftkanälen oder keramischen Zügen. Die Warmluft hat einen Anteil von 60-80% an der abgegebenen Wärme, der Rest ist Strahlungswärme, die über die Kacheloberfläche abgegeben wird. Der Warmluftkachelofen gibt schnell und wirtschaftlich Wärme ab.

Kombi-Kachelofen
Der Kombi-Kachelofen ist eine Mischung aus Warmluftofen (dem Heizeinsatz) und Grundofen (gemauerte Züge). Dies ist zur Zeit die beste Ofenanlage, weil ein bei Bedarf austauschbarer Heizeinsatz mit moderner Verbrennungstechnik (raumluftunabhängige Verbrennungsluftzufuhr, Sonderarten für andere Brennstoffarten wie Pellets, Briketts, Öl oder Gas) eingebaut werden kann. Die gemauerten Züge werden an der Ofenwand entlang geleitet, damit ein möglichst gleichmäßiger und großer Wärmeanteil an den Raum abgegeben werden kann. Ein weiterer Vorteil ist eine schnelle Wärmeabgabe vom Heizeinsatz (ca. 15 bis 20 min) und eine lange Speicherzeit (zwischen 6 und 12 h) des keramischen Zugs.

aus Wikipedia

 

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